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Weg mit dem Winterdreck

Die Sonne scheint jeden Tag etwas länger, auch zweistellige Temperaturen wurden schon gemeldet – Zeit, nachzusehen, wie das Auto den Winter überstanden hat und es auf den Sommer vorzubereiten.

Die wichtigste Frage zuerst: Haben Sie schon einen Termin zum Räderwechsel vereinbart? Denn bald ist Ostern und dann endet allmählich der Einsatz der Winterbereifung, gleichzeitig bilden sich lange Schlangen vor den Werkstätten. Deshalb jetzt die Werkstatt anrufen und einen Zeitpunkt ausmachen.

Und bis es soweit ist, den winterlichen Grauschleier vertreiben. Beginnend mit einer gründlichen Wäsche. Die Waschanlage allein reicht dafür nicht aus, denn Einstiege, Tür- und Deckelausschnitte kann sie nicht erreichen, dort würden Reste vom salzigen Schmutz übrig bleiben. Da ist Handarbeit gefragt. Oder ein Fahrzeugaufbereiter, deren Preise für eine Komplettreinigung inklusive Politur sich zumeist in unteren dreistelligen Regionen bewegen.

Anschließend geht es daran, den Lack auf Schäden abzusuchen. Und nicht lange warten, sondern tiefe Kratzer und Steinschlagkrater so schnell wie möglich mit einem passenden Lackstift austupfen, bevor sich Rost bildet. Weiter geht es drinnen: Zunächst mal alles entrümpeln und auch die Schneeketten im Kofferraum nicht vergessen, Fußmatten und Teppich reinigen sowie die Scheiben putzen, auf denen die warme Heizungsluft einen milchigen Schleier hinterlassen hat. Sind die Scheibenwischer noch einwandfrei? Schlieren sie oder lassen ganze Felder ungewischt, ist ein Satz neuer fällig.

Dann geht es an die Technik: Passen Reifendruck und Kühlwasserstand? Ist noch genug Motoröl drin? Oder etwa zuviel? Das ist bedenklich, denn viel Kurzstreckenbetrieb bei kaltem Wetter kann dazu führen, dass Kraftstoff ins Öl gelangt. Das betrifft Diesel wie Benziner gleichermaßen. Dann sieht es so aus, als ob der Motor gar kein Öl verbraucht oder der Ölstand am Peilstab sogar zunimmt. In diesem Fall ist ein sofortiger Öl- und Filterwechsel unumgänglich, denn Ölverdünnung führt relativ schnell zu kapitalen Motorschäden. In so einem Fall sind die Werkstatt-Profis gefragt.

Quelle: www.kfzgewerbe.de
Bild: shams Faraz Amir – stock.adobe.com

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