Kreishandwerkerschaft Fulda

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Pflege von Wolle & Wollwaren

Wärmen, Feuchtigkeit regulieren, Wohlfühlzeit schenken. Wolle kann so viel, wenn sie fachgerecht gepflegt ist. Damit wollige Textilien ihre Feelgood-Eigenschaften behalten, werden sie in einem DTV-Fachbetrieb sehr sorgfältig behandelt. Eine Wäsche in der Haushaltsmaschine ist oft ein Risiko und eine Handwäsche genügt nicht, um alle Flecksubstanzen oder Schweiß vollständig zu entfernen.

Lüften genügt nicht!

Das ‚Lüften‘ im Freien ist ein Relikt aus Urgroßmutters Zeiten und aus hygienischer Sicht definitiv keine Alternative. Denn mit dem Lüften kommen die Motten! Ungewaschene Textilien, die auf dem Balkon oder im Garten aufgefrischt werden sollen, sind für sie ein gefundenes Fressen. Angelockt vom Duft getragener Kleidung und spätestens, wenn es dunkel wird, lassen sich die sogenannten Kleidermotten nieder, legen ihre Eier und sorgen für Nachwuchs. Nur selten fliegen sie direkt ins Haus, sie werden meist buchstäblich in den Kleiderschrank oder die Kommode getragen.

Motten, gibt’s die noch?

Nicht in sauberen Textilen! Mit dem nachhaltigen Wunsch nach Naturtextilien sind Motten wieder hochaktuell, sie gehen allerdings nicht in frisch gereinigte Kleidung oder Heimtextilien, da sie hier keine Nahrung finden: keine Hautschuppen oder andere menschliche Rückstände, die sich in den Wollfasern festsetzen. Eine rechtzeitige, fasertiefe Pflege ist der beste Mottenschutz. Zumal es eine Vielzahl von Wollarten in unterschiedlichen Verarbeitungen gibt. Dank ihres Fachwissens erkennen Textilreiniger/innen im DTV-Fachbetrieb, um welche Wollart es sich handelt und wissen, welche Behandlung angesagt ist, selbst wenn die Pflegekennzeichnung fehlt.

Profitechnik verhindert Einlaufen!

Was umgangssprachlich als ‚Einlaufen‘ bezeichnet wird, nennen die Experten ‚Krumpfen‘. Im Klartext: Wollwaren verfilzen, weil sich das Gewebe zusammenzieht. Moderne Profitechnik bietet schonende Verfahren, die diesen Prozess verhindern. Textilien, die aufgrund ihrer Warenart oder Verarbeitung kein Wasser vertragen, werden klassisch im Lösemittel behandelt, waschbare Textilien in der modernen Nassreinigung.

Ein werterhaltendes Extra der Profipflege ist die Imprägnierung von Wollmänteln, Jacken oder Outdoormode. Die feuchtigkeitsabweisende Textilausrüstung bewahrt Wolle vor Verfilzen durch Feuchtigkeit und bietet atmungsaktiven Nässeschutz.

Und was hilft gegen Pilling?

Dass Wolle zum ‚Pilling‘ neigt, liegt an ihrer schuppenartigen Faserstruktur. Durch mechanische Beanspruchung bilden sich die feinen Knötchen auf der Oberfläche der Textilien. Echte Wolle und hochwertige Wollwaren sind weniger anfällig, jedoch nicht pillingsicher. Auch bei Wollmischungen mit Kunstfasern (Polyester, Polyamid oder Polyurethan), Naturfasern (Baumwolle) oder Viskose (mit baumwollähnlichen Eigenschaften), die durch einen Wollanteil aufgewertet werden, besteht Pilling-Gefahr. Weniger Waschen, um Reibung zu vermeiden, ist allerdings keine saubere Lösung.

So bleibt Wolle kuschelig

Was hilft, ist die Profipflege mit geringstmöglicher Mechanik. Wollwaren, die nicht gewaschen werden dürfen, sind in der traditionellen Trockenreinigung am besten aufgehoben. Da sie nicht mit Wasser in Berührung kommt, kann die Wollfaser nicht quellen. Sie behält ihre Form und die Oberfläche des Textils ist selbst nach zahlreichen Pflegezyklen glatt und geschmeidig. Auch in der Nassreinigung bleibt die Wollstruktur stabil. Da Wasch- und Trocknungsprozesse bei allen Verfahren exakt aufeinander abgestimmt werden, ist ein Übertrocknen ausgeschlossen. Die sanfte Trocknung in den minutiös gesteuerten Tumblern garantiert den Kuscheleffekt: ob für Schal oder Mütze, Lieblingspulli, Kuscheldecke oder handgestricktes Sofakissen.

Quelle: www.reinigen-lassen.com
Bild: DimaBerlin – stock.adobe.com

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