Kreishandwerkerschaft des Kreises Wesel

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Ausbildungsbereitschaft unserer Handwerksbetriebe trotz Corona ungebrochen

„Im Handwerk stehen die Türen der Betriebe weiter offen für alle Jugendlichen, die noch in diesem Jahr in eine #AusbildungSTARTEN wollen.“

Zur Veröffentlichung des Corona-Ausbildungsreports der DGB-Jugend am 25. August 2021 erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

„Im Handwerk stehen die Türen der Betriebe weiter offen für alle Jugendlichen, die noch in diesem Jahr in eine #AusbildungSTARTEN wollen. Unsere Handwerksbetriebe haben auch während Corona ungebrochen an Ausbildung festgehalten. Und die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe ist nach wie vor hoch: Es warten aktuell rund 30.000 von unseren Betrieben angebotene Ausbildungsplätze darauf, dass junge Menschen sich in unseren Betrieben auf einen zukunftssicheren Berufsweg begeben. Beruflich qualifizierte Fachkräfte werden bei allen Themen gebraucht, die die Zukunft in unserem Land langfristig bestimmen: Nachhaltigkeit, Mobilität, kreatives Wohnen, gesundes Leben, vielfältige Regionen. Und Handwerkerinnen und Handwerker werden nicht zuletzt bei allem gebraucht, was dieses Land am Laufen hält.

Mit großem Engagement haben die Betriebe während der Corona-Pandemie individuell und persönlich vor Ort ausgebildet. Corona mag Vieles schwieriger gemacht haben, doch in der dem Handwerk eigenen Weise sind pragmatisch Wege gefunden worden, um Ausbildung weiter möglich zu machen. Die Auszubildenden der Prüfungsjahrgänge konnten auch unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen und dank des großen Einsatzes von Dozentinnen und Dozenten sowie Prüferinnen und Prüfern an der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung und an den Abschlussprüfungen teilnehmen. All diese Anstrengungen haben dazu beigetragen, dass der Corona-Jahrgang ein erfolgreicher Jahrgang geworden ist. Weil Ausbildungsmessen, Betriebsbesuche oder Praktika im Corona-Jahr nicht möglich waren, war es eine enorme Herausforderung, Betriebe und junge Menschen zusammenzuführen. Die Handwerksorganisation hat darauf sofort reagiert und jede Menge – vor allem digitale – Kennenlernformate aufgesetzt: Azubi-Speed-Datings, WhatsApp-Sprechstunden oder 3D-Betriebsführungen.

Auch jetzt setzt das Handwerk alles daran, im Rahmen des von uns angestoßenen „Sommers der Berufsbildung“ noch viele weitere junge Menschen gezielt anzusprechen. Es ist noch nicht zu spät, heute mit der Zukunft zu beginnen. Dafür werben der ZDH und das Bundesbildungsministerium am 1. September mit dem Aktionstag zur Berufsorientierung im Sommer der Berufsbildung. Um die zu Beginn dieses Ausbildungsjahrs noch offenen rund 30.000 Ausbildungsplätze im Handwerk zu besetzen, ist die Unterstützung der Ausbildungsbetriebe durch die Politik umso wichtiger. Eine Ausbildungsgarantie wie in Österreich, wo die Verantwortung für die Ausbildung nicht bei den Ausbildungsbetrieben, sondern beim Staat liegt, hilft hier allerdings nicht weiter. Vielmehr müssen alle Anstrengungen unternommen werden, die von unseren Betrieben bereitgestellten und vorhandenen Angebote mit Bewerberinnen und Bewerbern zusammenzubringen. Jugendlichen wollen wir zurufen, der Zug für dieses Ausbildungsjahr ist noch längst nicht abgefahren. Jede und jeder kann jetzt noch das Ticket in Richtung Zukunft lösen. Eine Ausbildung im Handwerk bleibt das Fundament für eine sichere berufliche Zukunft. Daran hat auch Corona nichts geändert. Daher kann ich alle Jugendlichen aus voller Überzeugung nur ermutigen, dass sie noch heute im Handwerk eine #AusbildungSTARTEN.“

Quelle: Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)

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