Kreishandwerkerschaft Rureifel

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„Corona-Soforthilfen waren entscheidender Krisen-Rettungsring für viele Betriebe“

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer äußerte sich gegenüber dem Handelsblatt zur Abrechnungspraxis der Soforthilfen.

Der Bund hat mit der Überbrückungshilfe ein neuerliches Zuschussprogramm aufgelegt, das die kritischen Punkte der Soforthilfe berücksichtigt: Wird in einem Zuschussmonat die Umsatzgrenze übertroffen, verliert der Betrieb nur für den besagten Monat den Zuschuss, nicht aber für alle 3 Monate; die Kosten für Auszubildende können jetzt bei der Antragstellung als Fixkosten berücksichtigt werden und auch Personalkosten, die nicht über das Kurzarbeitergeld abgedeckt sind, können pauschal in Höhe von 10 % der Fixkosten angesetzt werden. Und was die Bundesländer angeht, haben wir vernommen, dass einige Länder auf Rückforderungen von Zuschüssen verzichten, sofern die Betriebe nicht in betrügerischer Absicht gehandelt haben.

Ich denke, dies ist der richtige Weg: Der erfolgreiche Soforthilfen-Rettungsring darf jetzt nicht über die Abrechnung zum Liquiditäts-Mühlstein werden, der Betriebe finanziell in die Tiefe reißt. Nur weiter liquide und zahlungsfähige Betriebe werden in der Lage sein, die Pandemieauswirkungen zu bewältigen und Beschäftigung und Ausbildung zu sichern.“

Quelle: Opens external link in new windowZentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)
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