Kreishandwerkerschaft Niedersachsen-Mitte

Kreishandwerkerschaft fordert Maßnahmen zur Entlastung von Handwerksbetrieben

Das Handwerk ist durch die Folgen des Ukraine-Kriegs massiv betroffen. Viele betroffene Betriebe hatten noch massiv mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen, als die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs spürbar wurden.

Die Folgen des russischen Angriffskrieges sind weitreichend, auch für die Wirtschaft. Nicht nur private Haushalte stehen aktuell vor der Frage, wie sie mit den steigenden Energiekosten umgehen können. Angesichts explodierender Energie- und Materialkosten befürchten zahlreiche Unternehmen, das kommende Jahr nicht überstehen zu können.

Die Kaufzurückhaltung seitens der privaten und gewerblichen Kunden, Lieferengpässe sowie Materialkostensteigerungen belasten unsere Mitgliedsbetriebe zusätzlich. Viele stellen sich die Frage, wie sie mit dieser Ballung von Problemlagen umgehen können.

Die Kreishandwerkerschaft betrachtet mit Sorge, dass Betriebe sich in einer existenzbedrohenden Lage befinden, die auch eine beträchtliche Anzahl von Arbeitsplätzen gefährdet.

Die Kreishandwerkerschaft fordert daher die ausdrückliche Einbeziehung der systemrelevanten Handwerkswirtschaft in – neu aufzulegende – Förderprogramme des Bundes. Denn das ist bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht geschehen. Im Zusammenhang mit dem am 31.08.2022 auslaufenden „Energiekostendämpfungsprogramm“ sind nach unserer Auffassung zu Unrecht vorrangig international tätige Unternehmen und Branchen berücksichtigt worden.

Die in Deutschland produzierende und verkaufende Handwerkswirtschaft, wie etwa das energieintensive Lebensmittelhandwerk, wurde dabei schlichtweg außen vor gelassen und vergessen. Scheinbar herrscht die Überzeugung, dass inländische Kleinst- und Kleinunternehmen die immensen Kostensteigerungen vollumfänglich an ihre Kunden weitergeben könnten. Bei teils verfünffachten Energiekosten, steigenden Löhnen und explodierenden Material- und Rohstoffpreisen ist diese Einschätzung jedoch unrealistisch.

Aus diesem Grund besteht dringender Handlungsbedarf für schnelle und gezielte Nachbesserungen, um die bedrohten handwerklichen Existenzen zu retten.

Die unverzügliche und unbürokratische finanzielle Unterstützung der regionalen Handwerkswirtschaft ist unseren Mitgliedern und dieser Kreishandwerkerschaft ein wichtiges Anliegen, mit dem wir uns insbesondere auch an die heimischen Bundestagsabgeordneten wenden.

 

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