Sonnenallergie erkennen und behandeln

Ob beim Arbeiten an der frischen Luft oder beim Sonnenbad – nach den Wintermonaten genießen wir das Sonnenlicht besonders. Ihre Strahlen wecken unsere Lebensgeister und können sogar eine heilende Wirkung haben. Sonnenlicht senkt den Blutdruck, stärkt das Immunsystem und regt die Bildung von Vitamin D an, das sowohl den Stoffwechsel als auch den Knochenstoffwechsel reguliert. Auch unserer Psyche tun Sonnenstrahlen gut. Denn dadurch wird ein Mix aus den Glückshormonen Serotonin, Dopamin und Noradrenalin ausgeschüttet.

Doch klar ist auch: Beim Arbeiten oder Entspannen in der Sonne kommt es auch auf den richtigen Schutz an. Sonst können neben einem Sonnenbrand auch ungewollte Hautreaktionen drohen. Gerade im Frühjahr, wenn die Haut noch sehr blass ist und plötzlich wieder UV-A-Licht ausgesetzt wird, kann es zu gereizter Haut kommen, etwa mit Juckreiz, Hautrötung und Bläschen. Betroffene denken dabei schnell an eine allergische Reaktion. Doch die Begriffe „Sonnenallergie“ oder auch „Lichtallergie“ gibt es in der Medizin genau genommen gar nicht. Sie werden umgangssprachlich für Krankheiten genutzt, bei denen Sonnenlicht, vor allem der UV-Anteil des Lichts, eine wesentliche Rolle spielt.

Polymorphe Lichtdermatose

Wenn sich auf Hautstellen, die der Sonne ausgesetzt waren, stark juckende, fleckige Rötungen zeigen und dann kleine Knötchen (Papeln) oder Bläschen entstehen, kann es sich um die recht weit verbreitete sogenannte „Polymorphe Lichtdermatose“ handeln. Es kann einige Stunden oder auch bis zu mehrere Tage nach dem Sonnenbad dauern, bis sie auftritt. In der Regel klingt die Polymorphe Lichtdermatose nach einigen Tagen wieder vollständig ab, sofern die Haut nicht weiter der Sonne ausgesetzt wird. Hautschäden oder Narben sind im Normalfall nicht zu befürchten. Die Beschwerden können aber erneut auftreten, sobald die Haut wieder mit Sonnenlicht in Berührung kommt. Die Polymorphe Lichtdermatose kann in jedem Alter auftreten. Bei Kindern und jungen Erwachsenen kommt sie jedoch vermehrt vor. Beruhigend zu wissen: In vielen Fällen kann sich die Sonnenallergie im Laufe der Zeit von selbst bessern.

Tipps zum Vorbeugen und Handeln

  • Gewöhnen Sie Ihre Haut nach der dunklen Jahreszeit langsam wieder an die Sonnenstrahlen.
  • Tragen Sie unbedingt Sonnenschutz mit einem hohen Lichtschutzfaktor auf, der vor UV-A-Strahlen sowie vor UV-B-Strahlen schützt.
  • Schützen Sie Ihre Haut auch durch Kleidung.
  • Steht die Diagnose Polymorphe Lichtdermatose fest, empfiehlt Ihr Arzt eventuell entzündungshemmende Cremes oder Lotionen gegen die akuten Symptome.
  • Wenn Sie einen Urlaub in einem sehr sonnigen Gebiet planen, kann – sofern von Ihrem Arzt empfohlen – ein Antihistaminikum drei Tage vor Reiseantritt sowie den ganzen Urlaub über eingenommen werden.

Eine weitere bekannte Sonnenallergie ist die sogenannte Mallorca-Akne. Was steckt dahinter und wie äußert sie sich? Mehr zum Thema im IKK Onlinemagazin Gesund.Machen: ikk-classic.de/sonnenallergie

 

Bild: Markomarcello – stock.adobe.com

Quelle: IKK classic

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