Kreishandwerkerschaft Holzminden

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Dachdeckerhandwerk 2026: Stabil trotz Herausforderungen

Im folgenden Artikel wird gezeigt, wie sich das Dachdeckerhandwerk 2026 trotz Fachkräftemangel und struktureller Herausforderungen stabil entwickelt und welche Trends die Branche prägen.

Das Dachdeckerhandwerk in Deutschland bleibt trotz struktureller Herausforderungen stabil. Zum Stichtag 31.12.2025 waren 15.241 Dachdeckerbetriebe in der tariflichen Sozialkasse des Dachdeckerhandwerks registriert. Die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmenden lag zum selben Zeitpunkt bei 61.723, was einen leichten Rückgang um 1,0 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Dieser Trend ist vor allem auf das Ausscheiden älterer Fachkräfte der Boomer-Generation zurückzuführen, während der Nachwuchs das trotz beachtlichem Zuwachs nicht in ausreichendem Maße ausgleichen kann. Diese – und viele andere interessante Zahlen – finden sich im aktuellen Steckbrief des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), der jeweils im Frühjahr und Herbst erscheint.

Umsatzentwicklung und wirtschaftliche Lage

2025 verzeichnete das Dachdeckerhandwerk einen vorläufigen Gesamtumsatz von 13,5 Milliarden Euro – stagnierend im Vergleich zum Vorjahr. „Die Branche bleibt jedoch krisensicher“, erklärt ZVDH-Diplom-Ökonom Felix Fink, denn: „Die KI kann keine Dächer decken“, betont Fink und verweist zudem auf die anhaltende Nachfrage nach handwerklichen Leistungen.

Ausbildung: Rekordzahlen und steigender Frauenanteil

Erfreulich ist die Entwicklung bei den Auszubildenden: 2026 wurde der höchste Stand an Ausbildungsverhältnissen seit 2003 erreicht. Im 1. Lehrjahr gab es einen Anstieg von 10,8 % gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt – also über alle drei Lehrjahre hinweg – stieg die Zahl der Azubis um 4,1 %. Die Ausbildungsvergütungen wurden 2026 weiter angehoben – im 3. Lehrjahr erhalten Auszubildende aktuell 1.400 Euro monatlich, ab Oktober 2026 werden es 1.460 Euro sein. Ein besonderer Erfolg ist der steigende Frauenanteil: 2026 gab es ein Plus von 4,4 % bei den weiblichen Auszubildenden. Initiativen wie die „DachdeckerMädelz“ und die Teilnahme am Girls’ Day tragen maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung bei.

Betriebsstruktur und Insolvenzen

Das Dachdeckerhandwerk bleibt stark kleinbetrieblich geprägt, so der Dachdeckerverband: Rund 78 % der Betriebe beschäftigen weniger als zehn Arbeitnehmende. Die Insolvenzzahlen sind auf erfreulich niedrigem Niveau: 2025 wurden 105 Insolvenzeröffnungen verzeichnet, was einer Quote von 0,7 % entspricht.

Fazit und Ausblick

„Das Dachdeckerhandwerk steht vor großen Herausforderungen, zeigt aber auch beeindruckende Stärken“, so Wirtschaftsexperte Fink. „Die steigenden Auszubildendenzahlen und der wachsende Frauenanteil sind ein klares Signal für die Zukunftsfähigkeit unseres Handwerks. Gleichzeitig müssen wir weiter an der Fachkräftesicherung arbeiten, um den demografischen Wandel zu meistern.“

Quelle: Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks e. V., Foto: Adobe Stock

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