Kreishandwerkerschaft Diepholz/Nienburg

Landesweiter Ausfall des Unterrichts an allg. bildenden sowie berufsbildenden Schulen

Nach aktueller Bewertung der durch das Corona-Virus bedingten Infektionslage durch die zuständigen Stellen in Niedersachsen, wird ab

Montag, den 16.03.2020 bis zum 18.04.2020

landesweit allen Schulen in Niedersachsen (d. h. alle allgemeinbildenden und berufsbildenden öffentlichen Schulen und alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in freier Trägerschaft)

die Erteilung von Unterricht untersagt.

Es handelt sich um eine Schutzmaßnahme nach § 28 Abs. 1 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Die Schließung erfolgt aufgrund einer fachaufsichtlichen Weisung des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.

Damit können die Auszubildenden im o. a. Zeitraum nicht am Berufsschulunterricht teilnehmen. Da die Auszubildenden unter diesen Umständen nicht freigestellt werden, sind Sie aber dennoch verpflichtet zur betrieblichen Ausbildung im Betrieb zu erscheinen.

 

I.) Ausfall der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen ab Montag: Wann besteht Anspruch auf Notbetreuung?

II.)     Wann sichert die niedersächsische Bürgschaftsbank Überbrückungskredite?

  • Der angekündigte Schulausfall ab Montag wirft nicht nur die Frage auf, ob Eltern „einfach zu Hause bleiben können“ (vgl. dazu meine E-Mail von heute) sondern auch, wann Eltern von der Notbetreuung Gebrauch machen können. Ich füge die offizielle Rundverfügung des MK bei: Die Notbetreuung ist grundsätzlich auf Eltern beschränkt, die in sogenannter kritischer Infrastruktur tätig sind. Allerdings soll auch in Härtefällen bei drohendem Verdienstausfall oder  Kündigung eine Betreuung möglich sein.

Die Seite des Kultusministeriums ist verlinkt mit allen entscheidenden Veröffentlichungen des Landes Niedersachsen – klicken Sie hier:

https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/basisinformationen_zu_covid_19_corona/basisinformationen-zu-covid-19-corona-185558.html

II.)

Wann sichert die niedersächsische Bürgschaftsbank Überbrückungskredite?

Zu dieser Frage findet sich eine neue Veröffentlichung auf der Seite des Bundesverbandes der Bürgschaftsbanken mit ersten Anhaltspunkten – allerdings wird hier Anfang der Woche Konkretes erwartet.

Bereits in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 haben die Bürgschaftsbanken schnell und unbürokratisch gemeinsam mit ihren Partnern kleinere und mittlere Unternehmen erfolgreich unterstützt und damit auch in einem schwierigen Umfeld Zugang zu Kreditfinanzierungen ermöglicht. Die Bürgschaftsbanken stehen aktuell im engen Austausch mit den Bundes- und Landesministerien, um einen Beitrag in möglichen Unterstützungsprogrammen für die Wirtschaft zu leisten. Sofern infolge der Corona-Krise zur Überbrückung Kredite notwendig werden, können die Bürgschaftsbanken diese in Verbindung mit einer Hausbankfinanzierung grundsätzlich besichern. Die Unternehmen und ihre Geschäftsmodelle sollen aber vor Ausbruch der Krise wirtschaftlich tragfähig gewesen sein. Eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann online über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden. Wichtig für die schnelle und erfolgreiche Beurteilung von Anfragen für die Begleitung einer Überbrückungsfinanzierung ist die Vorlage eines plausiblen Liquiditätsplans, aus welchem der erforderliche Kapitalbedarf hervorgeht.

offizielle Rundverfügung zur Schulschließung 12.3.2020(0)