Bundesverband der Kreishandwerkerschaften

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E-Zubi aktiv für die Energiewende

So tragen die E-Handwerksberufe zum Megatrend Umweltschutz bei

Entscheidet sich ein junger Mensch für einen Ausbildungsberuf im E-Handwerk, fördert er optimal seine technischen Talente und treibt aktiv Nachhaltigkeit und Umweltschutz voran. „Mit den fünf Ausbildungsberufen des elektro- und informationstechnischen Handwerks haben junge Menschen die Chance, als Elektroniker*innen mit verschiedenen Schwerpunkten klimarelevante Zukunftstechniken zu erlernen und die Umsetzung der Energiewende aktiv mitzugestalten“, berichtet Andreas Habermehl vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH).

Die Elektrohandwerke fördern mit ihrer Arbeit wichtige Nachhaltigkeitsziele: Zum Beispiel durch Aufbau von Infrastruktur die Nutzung von E-Mobilität, durch Installation von PV-Anlagen die erneuerbare Energieerzeugung und durch Ausbau von Glasfasernetzen die klimafreundliche Digitalisierung.

Darüber hinaus eröffnen sich den sogenannten E-Zubis (Auszubildende in den Berufen des Elektrohandwerks) verschiedene Zukunftsperspektiven und Karriereoptionen. Mit entsprechenden Weiterbildungen ist es möglich, den Meistertitel zu erlangen, sich selbstständig zu machen oder ein Studium zu ergänzen.

Elektroniker*in in Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik: Arbeiten im Zeichen des Klimaschutzes

Elektroniker*innen für Energie- und Gebäudetechnik sind nicht nur dafür zuständig, Steckdosen und Lichtschalter oder Sicherungen zu montieren. Vielmehr haben sie die Aufgabe, komplexe und auch große energietechnische Anlagen sowie elektronische Steuer- und Regelsysteme zu konfigurieren, installieren und reparieren. Dabei nutzen sie modernste Gebäude- und Energietechnik und arbeiten ganz im Zeichen des Klimaschutzes.

Auch bei den Einsatzgebieten wird Energieeffizienz großgeschrieben: Elektromobilität, Photovoltaik, Energiespeicher und Wärmepumpen, Smart-Home-Technologien, Beleuchtungssysteme oder auch Blitzschutzanlagen.

Mit 85% der aktuellen Auszubildenden ist er der mit Abstand beliebteste elektrohandwerkliche Ausbildungsberuf und bietet eine starke Perspektive, da er zur Energiewende beiträgt und damit auch in Zukunft sehr gefragt sein wird.

Elektroniker*in für Gebäudesystemintegration: innovative Technik für mehr Energieeffizienz

Als Antwort auf die steigende Nachfrage nach intelligenter Gebäudetechnik und Elektroniker*innen, die gewerkeübergreifend tätig sein können, steht seit 2021 dieser neue Beruf zur Auswahl.

Ob es um Beleuchtung, Lüftung, Beheizung, Kommunikation, Sicherheit, Energiemanagement oder Integration von E-Mobilität geht: Diese Auszubildenden planen und integrieren vernetzte Systeme in smarten Häusern und Gebäuden. Durch Anwendung moderner und nachhaltiger Technik bringen sie den Klimaschutz durch Wärme- und Energiemanagementlösungen auch beruflich nach vorne.

Intelligente Gebäudetechnik unterstützt das wachsende Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit und bietet diesem Ausbildungsberuf starke Perspektiven. Er richtet sich auch an Abiturienten und Studienumsteiger und alle, die innovative Denkweise und ausgeprägtes Interesse an komplexeren Zusammenhängen mitbringen.

Elektroniker*in Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik: Fokus auf energiesparende Lösungen

Von Fabrikanlagen über Fördersysteme und Lüftungsanlagen bis zur Ampelschaltung: Immer mehr Systeme und Abläufe laufen vollautomatisch. Elektroniker*innen der Fachrichtung Automatisierungs- und Systemtechnik werden deshalb immer wichtiger. Sie sorgen für einen sicheren und fehlerfreien Ablauf automatisierter Prozesse, entwerfen, programmieren, installieren und reparieren komplexe Automatisierungsanlagen.

Die Themen Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und wie sich der CO2-Fußabdruck verringern lässt, sind besonders in energieintensiven Industrien und Fertigungen relevant. Bei der Planung neuer Automatisierungsanlagen erlernen Auszubildende, den Fokus auf energieeffiziente Lösungen, Energie- und Lastmanagement zu legen.

Informationselektroniker*in: Green-IT für den Umweltschutz

Informationselektroniker*innen kümmern sich primär um das Planen und Projektieren sowie um die Installation, Inbetriebnahme und Wartung von Telekommunikations- und Multimediaanlagen. Je weiter die Digitalisierung voranschreitet, desto wichtiger wird auch in diesen Bereichen der Einsatz energieeffizienter Systeme.

Sie verbrauchen weniger Ressourcen und erzeugen weniger Hitze, senken so die Kosten für die Raumklimatisierung und haben einen längeren Lebenszyklus. Angehende Informationselektroniker*innen integrieren umfassende Green-IT-Konzepte, fördern klimafreundliche Datennutzung durch Breitbandausbau und schützen smarte Gebäude mit intelligenter Sicherheitstechnik vor Cyberattacken.

Elektroniker*in für Maschinen und Antriebstechnik: Motor der mobilen Energiewende

Ob Produktionsanlage oder Antriebssystem – Elektroniker*innen für Maschinen und Antriebstechnik kennen sich aus mit Programmen der Steuerungs- und Regelungstechnik. Sie sorgen dafür, dass Maschinen und Anlagen fehlerfrei laufen und haben das Know-how, um Fehler zu beheben. Dabei zählt die Planung und Einrichtung von Fertigungsmaschinen ebenso zu den Aufgaben wie das Konfigurieren entsprechender Steuersysteme.

Da umweltfreundliche elektrische Maschinen und Antriebssysteme immer wichtiger werden, gewinnt auch dieser Ausbildungsberuf an Bedeutung. Vor allem warten und reparieren Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik Motoren und andere Komponenten von Elektro-Fahrzeugen – das macht sie zu echten Fachleuten der Zukunft.

„Die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Beschäftigten in der E-Handwerksbranche hat für den ZVEH einen enorm hohen Stellenwert“, betont Andreas Habermehl die Bedeutung der E-Zubis und fährt fort: „Digitalisierung und sich schnell verändernde Technologien stellen dabei ganz neue Anforderungen an das Thema Berufsbildung. Das bedeutet: Die Suche nach qualifiziertem Nachwuchs beziehungsweise einem Ausbildungsplatz im Traumjob kann gar nicht früh genug beginnen.“

Hierfür bieten der ZVEH, die Landesinnungsverbände und Elektroinnungen interessierten jungen Menschen und auch ausbildenden Betrieben umfassende Informationen, Marketingmaterialien und Beratung an. Auf ezubis.de finden Jugendliche einen Ausbildungsplatz-Stellenfinder und auf Instagram spannende Einblicke in die Berufe:

Quelle: www.zveh.de
Bild:  Kadmy – stock.adobe.com

 

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