Bundesarbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften

Politik gibt wichtiges Signal, dass sie keinen zweiten flächendeckenden Lockdown will

ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer äußert sich gegenüber Jochen Gaugele und Tobias Kisling von Funke Medien zu den Ergebnissen der Videokonferenz der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten.

„Es ist für unsere Betriebe und die Wirtschaft insgesamt ein wichtiges Signal, dass die politisch Verantwortlichen den klaren Willen haben, es nicht zu einem zweiten flächendeckenden Lockdown kommen zu lassen und damit eine wirtschaftliche Gesundung zu gefährden.

Daher ist es richtig, dass jetzt zur Eindämmung des Infektionsgeschehens weitergehende Beschränkungen zunächst vorrangig für das private Umfeld vorgesehen sind und die Politik bemüht ist, das öffentliche und wirtschaftliche Leben so umfassend wie unter Pandemiebedingungen möglich aufrecht zu erhalten.

Wir freuen uns auch über den erkennbaren Willen von Bund und Ländern zu einem einheitlichen und abgestimmten weiteren Vorgehen bei der Pandemiebekämpfung. Das verbinden wir mit der Erwartung, dass einheitliche konkrete Regeln bei vergleichbaren Lagen vor Ort künftig für mehr Transparenz sorgen.

Unsere Betriebe und hier besonders diejenigen, die in mehreren Bundesländern arbeiten, brauchen gerade in der aktuellen Pandemiephase alle Kraft, um für das Überleben ihrer Betriebe zu sorgen, und sollten sich nicht durch einen Corona-Regelungsdschungel kämpfen müssen.

Ausdrücklich unterstützen wir den Appell der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten an die Verantwortung jeder und jedes Einzelnen, durch persönliches Verhalten dazu beizutragen, dass Schulen und Kitas offen bleiben und dass Betriebe und ihre Mitarbeiter arbeiten können.

Es liegt in der Hand jedes Bürgers und jeder Bürgerin, dass sich Gesellschaft und Wirtschaft stabilisieren und positiv entwickeln können. Die Einhaltung der AHA-Regeln ist keineswegs nur reiner Gesundheitsschutz, sondern unabdingbarer Beschäftigungs- und Wirtschaftsschutz.“

Quelle: Opens external link in new windowZentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)
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