Kreishandwerkerschaft Aachen

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„Jetzt alles tun, um Betriebe am Markt zu halten und Beschäftigung zu sichern“

Zur Situation des Handwerks und zu den notwendigen Schritten der Politik in der Extremsituation angesichts der Corona-Krise hat ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke Mitte dieser Woche mit dem ZDF gesprochen:

„Aus einer konjunkturell sehr guten Lage kommend ist das Handwerk aktuell damit konfrontiert, dass Vieles in einer dramatischen Weise einbricht, sodass die Zukunft an sich stabiler Betriebe in Gefahr ist.

Wir verzeichnen bislang nicht da gewesene Umsatzeinbrüche. Quer durch alle Gewerke sind Betriebe betroffen, wenn auch in unterschiedlicher Intensität. Das reicht von allen Gewerken, die im Veranstaltungsbereich tätig sind wie etwa Messebauer, Trockenbauer, Tischler oder auch Lebensmittelhandwerker, die Catering betreiben.

Das geht über die industriellen Zulieferer etwa im Metallbereich. Und hört schließlich nicht auf bei den Handwerken, die nah am Verbraucher und Endkunden stehen. Außerdem gibt es in diesen Tagen bereits Schließungen von Baustellen.

Es geht jetzt darum alles zu tun, um Betriebe am Markt zu halten und Beschäftigung zu sichern. Handwerksbetriebe haben vielfach Rücklagen von vielleicht vier Wochen. Für viele geht es inzwischen um Tage.

Sie müssen unbürokratisch und schnell Hilfe und Unterstützung erhalten. Da reden wir über Darlehen, Bürgschaften, aber auch über Zuschüsse. Wir reden über zinslose Steuerstundungen. Und wir müssen über die Vorbildsituation der öffentlichen Hand reden, wenn es darum geht, erteilte Aufträge auch tatsächlich abzuarbeiten und nicht zu kündigen.“

Den TV-Beitrag vom 18. März 2020 können Sie Opens external link in new windowhier in voller Länge sehen, das Interview mit dem ZDH-Generalsekretär beginnt bei 1’40.

Quelle: Opens external link in new windowZentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)